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IP67 und IP68: Was dein Handy wirklich aushält

Letzt Woche kam eine Kundin in den Laden, völlig aufgeregt. Ihr neues Smartphone hatte IP68 draufstehen, also dachte sie: "Super, ich kann damit ins Meer!" Dann ist es beim Schnorcheln in Koblenz am Rhein abgerutscht – und danach war Funkstille. Nicht im übertragenen Sinne. Wir haben dann lange erklären müssen, dass IP68 nicht gleich unbegrenzte Tauchfähigkeit bedeutet.

Das Problem: Diese IP-Nummern sind für viele einfach mystisch. Niemand erklärt sie ordentlich. Deswegen mach ich das jetzt.

Was bedeutet IP überhaupt?

IP steht für "Ingress Protection" – also Schutz vor Eindringlingen. Und mit Eindringlingen sind Staub und Wasser gemeint. Die beiden Ziffern dahinter sagen dir, wie gut dein Handy da geschützt ist.

Die erste Ziffer geht von 0 bis 6 und beschreibt den Schutz vor Staub und Fremdkörpern. Die zweite Ziffer geht von 0 bis 9 und zeigt den Wasserschutz. Je höher, desto besser – theoretisch.

IP67: Das ist der Standard bei vielen modernen Handys

IP67 bedeutet: Dein Handy ist staubdicht (die 6) und kann kurzzeitig ins Wasser. Konkret: bis zu 1 Meter tief, maximal 30 Minuten lang. Nicht tiefer, nicht länger.

Das ist praktisch für den Alltag. Du lässt dein Handy in die Toilette fallen? Kein Drama. Du erwischst einen Regenguss ohne Schutzhülle? Auch okay. Sogar beim Duschen – wenn es nicht direkt unter den Strahl kommt – ist IP67 eine Sicherheit.

Aber: Salzwasser, Chlorwasser, Shampoo? Das kann Probleme machen. Die Dichtungen sind nicht gegen alle Flüssigkeiten gewappnet. Ein Kunde hier im Laden hat sein Handy mit IP67 mit ins Hallenbad genommen, und hinterher funktionierte das Mikrofon nicht mehr. Chlor ist eben nicht gleich Leitungswasser.

IP68: Das klingt besser, ist aber auch nicht magisch

IP68 ist noch eine Stufe höher. Staubdicht – und dann Wasser bis zu einer Tiefe, die der Hersteller selbst bestimmt. Das ist der Knackpunkt! Samsung sagt vielleicht: "1,5 Meter für 30 Minuten." Apple sagt: "6 Meter für 30 Minuten." Andere Hersteller haben wieder andere Werte.

Du siehst das Problem? IP68 ist nicht einheitlich. Deswegen musst du immer in die genauen Spezifikationen schauen. Nicht einfach "IP68" reicht.

Und auch hier gilt: Das ist unter kontrollierten Labor-Bedingungen gemessen. Mit destilliertem Wasser, ruhig, kein Druck. Im echten Leben – beim Schnorcheln, beim Sprung ins Freibad, unter der Dusche mit voller Kraft – sieht es anders aus.

Was ich dir wirklich empfehle

Behandel dein Handy nicht wie einen Unterwasser-Roboter, egal welche IP-Klasse draufsteht. Ja, kloar, moderne Handys sind robuster geworden. Das ist praktisch. Aber "wasserdicht" ist ein Marketing-Wort. "Wasserresistent" wäre ehrlicher.

Wenn du viel am Wasser unterwegs bist – See, Meer, Pool – würde ich zu einer richtigen Schutzhülle greifen. Die sind günstig, und du schläfst besser. Wir haben im Laden verschiedene im Sortiment, je nachdem, ob du nur vor Spritzwasser schützen willst oder wirklich tauchen möchtest.

Und wenn mal was schiefgeht? Handy nass geworden? Sofort ausschalten, nicht mehr anfassen, und zu uns kommen. Hier in der Löhrstraße in der nördlichen Innenstadt können wir das oft retten. Manchmal auch mit Trocknung und Inspektion. Komm einfach vorbei – montags bis freitags von 10 bis 19 Uhr, samstags bis 16 Uhr. Oder ruf vorher kurz an unter 0261 95 23 22 14, dann können wir dir sagen, wie lange die Inspektion dauert.

Die wichtigste Regel bleibt: Handy trocken halten ist besser als hoffen, dass IP67 oder IP68 dich retten.

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