Letzte Woche kam ein Kunde in den Laden, der gerade aus dem Urlaub zurück war. Sein Blick beim Öffnen der Handyrechnung? Unbezahlbar – aber leider nicht im positiven Sinne. 150 Euro Roaming-Gebühren. Einfach so. Er war in Polen, hat ein bisschen YouTube geguckt, ein paar Fotos hochgeladen, Whatsapp genutzt. Alles völlig normal für ihn. Nur: Die Einstellungen waren nicht richtig, und boom – da war das Geld weg.
Das ist kein Einzelfall. Und ehrlich gesagt, das Thema ist auch verwirrend. Die Regeln ändern sich ständig, es gibt immer neue Ausnahmen, und die Anbieter machen es dir nicht immer leicht. Aber genau darum sind wir hier im Laden – um euch vor solchen Überraschungen zu bewahren.
Das Wichtigste zuerst: EU-Roaming ist nicht überall gleich
Viele denken, sobald sie die Grenze nach Frankreich oder Österreich überqueren, gelten automatisch die gleichen Tarife wie zuhause. Das stimmt – aber nur, wenn du in der EU bist. Polen, Ungarn, Tschechien: ja, kein Problem. Schweiz? Nein. Türkei? Auch nein. Island, Norwegen, Liechtenstein? Grauzone.
In der EU zahlst du das Gleiche wie bei uns in Koblenz. Das ist seit 2017 so und hat vielen Menschen eine Menge Ärger erspart. Aber eben nur innerhalb der EU.
Wo es wirklich teuer wird
Außerhalb der EU wird es kritisch. Ein Kunde fährt nach Kroatien, denkt sich: "Das ist doch fast Europa" – und zack, zahlt plötzlich 2 Euro pro Megabyte Daten. Ein anderer scrollt gemütlich durch Instagram in der Türkei und hat nach zwei Stunden 50 Euro verbraucht. Das geht schneller, als du denkst.
Datenverkehr ist dabei der Killer. Eine einzige E-Mail mit großem Anhang, ein YouTube-Video, eine Auto-Update deiner Apps – alles kann teuer werden. SMS und Telefonie sind meist auch nicht gerade billig, aber das Datenvolumen ist es, das dich wirklich zur Kasse bittet.
Was du konkret tun kannst
Zuerst: Ruf uns an, bevor du in den Urlaub fährst. Klingt übertrieben? Ist es aber nicht. Wir können dir in fünf Minuten zeigen, welche Optionen dein Tarif hat. Viele Anbieter haben spezielle Roaming-Pakete – für 5 oder 10 Euro pro Tag bekommst du dann ein festes Datenvolumen. Das ist für viele Leute günstiger als das Überraschungsrisiko.
Zweite Maßnahme: Flugmodus ist dein Freund. Wirklich. Wenn du nur am Strand rumliegen willst und nicht unbedingt online sein musst, schalte ihn an. Keine Daten, keine Kosten.
Dritte Sache: Datenroaming ausschalten. Das ist nicht bei allen Handys gleich, aber generell findest du es in den Einstellungen unter "Mobilfunknetz" oder "Daten". Es gibt einen Punkt "Datenroaming" – den setzt du auf Aus. Dann kannst du zwar noch SMS schreiben und telefonieren (wenn du ein Paket hast), aber nicht ins Internet. Das rettet dich vor den schlimmsten Überraschungen.
WLAN nutzen. Überall wo du kostenlos ins WLAN kommst – Hostel, Hotel, Café – nutze das. Das kostet nichts extra.
Der ehrliche Teil
Klar, die EU-Regelungen sind besser als früher. Früher war Roaming wirklich ein Wahnsinn. Aber es ist immer noch kompliziert, und die Anbieter verdienen gut daran. Das ist einfach so. Deswegen lohnt sich der Check vorher wirklich.
Wenn du unsicher bist, komm einfach vorbei. Wir sind Mo–Fr von 10 bis 19 Uhr hier an der Löhrstraße in der nördlichen Innenstadt, samstags bis 16 Uhr. Oder ruf uns an unter 0261 95 23 22 14. Wir zeigen dir dann, was für deine nächste Reise sinnvoll ist – ob das jetzt ein Tagespaket ist, ein lokales Prepaid-Paket vor Ort oder einfach nur die richtigen Einstellungen.
Übrigens: Wenn du merkst, dass es trotz allem teuer wird, kannst du Datenroaming auch während des Urlaubs noch ausschalten. Es ist nie zu spät.
Gute Reise!